Jürgen Graf Mellin

Jürgen Graf MellinAus meiner Ahnenliste

Jürgen Graf Mellin

* 02.11.1633 Urpala, Finnland
† 13.01.1713 Stettin

Vater: Bernd von Mellin
Mutter: Margarethe von Paykull

Ehefrauen:
1. Anna Magdalena Freiin von Löwen (1636 – 1690)
2. Eva Sophia Freiin von Inn- und Knyphausen (1644 – 1707)

Seine Laufbahn begann M. 1649 als Musketier in einem deutschen Regiment, das sein Vater für die Krone Schweden angeworben hatte. Nach Garnisonsdienst in verschiedenen Standorten in Finnland und im Baltikum wurde M. 1675 Oberst und Kommandeur des Wrangelschen Regiments in Pommern, mit dem er an der Schlacht bei Fehrbellin teilnahm, dann Festungskommandant in Anklam und Kommandant in Stettin, der größten und wichtigsten Festung Schwed.-Pommerns. 1681 erhielt er den Oberbefehl über alle schwed. Truppen in Pommern. 1686 wurde er Generalmajor der Infanterie und 1688 Vizegouverneur in Pommern. 1690 erhielt M. das Kommando über das Reichskontingent, das der schwed. König als Herzog von Pommern, Bremen und Verden im Pfälz. Erbfolgekrieg zur Reichsarmee stellte. Am 26.8.1696 in den schwed. Grafenstand erhoben, wurde er zum schwed. Rat ernannt und zum Feldmarschall befördert (28.8.1696). Am 4.7.1698 setzte ihn Karl XII. als Generalgouverneur in Pommern und Kanzler der Univ. Greifswald ein. 1711 trat er aus gesundheitlichen Gründen von allen Ämtern zurück. M. erwarb sich vor allem Verdienste um die Förderung des Handels der pomm. Städte, der bis zur Besetzung des Landes 1713/15 einen großen Aufschwung erlebte. Bei seinem Tode stifteten die Städte Stettin und Stralsund aus Dankbarkeit 6000 Rtlr., mit denen ein Kupfersarg sowie eine pompöse Trauerfeier finanziert wurden. Durch erfolgreiche Bewirtschaftung seines umfangreichen Gutsbesitzes in Pommern, Estland und Finnland erwarb M. ein ansehnliches Privatvermögen. Sein hinterpomm. Familiengut Wahnerow tauschte er 1681 gegen das vorpomm. Gut Damitzow, das ihm seitdem als Landsitz diente. Außerdem erwarb er in Vorpommern die Güter Neuendorf, Boldewitz, Mönkwitz, Ramitz und Ungelitz. Er begründete den gräflichen Ast der Familie mit Zweigen in Hinterpommern und Estland.

Quelle:

Werner Buchholz, „Mellin, Jürgen Graf (schwedischer Freiherr 1691, Graf 1696)“, in: Neue Deutsche Biographie 17 (1994), S. 23 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/artikelNDB_pnd120067552.html

Mehr rund um die Genealogie der Familie und meine Vorfahren gibt es in der Datenbank.

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