Friedrich Sigismund von Waldow

Friedrich Sigismund von Waldow

Friedrich Sigismund von Waldow * 1682 in Merenthin † 5.1.1742

Eltern: Christian Siegmund von Waldow (1650-1707) und Katharina von Sydow (1651-1702)
Ehefrauen:

  1. oo 1715 Hedwig Katharina v. Oppen (1694-1725)
  2. oo 1725 Helene von Güntersberg
  3. oo 1738 Luise Magdalene von Bornstedt

Lebenslauf:
1700 in schwedische Dienste getreten unter Karl XII. von Schweden – 1700/15 Teilnahme am Nordischen Kriege: Schlacht bei Poltawa – 1710 schwed. Major – 15.11.1715 in preußische Dienste als Oberstlieutenant beim Grenadierregiment zu Pferde Frhr. von Derfflinger (Drag.-Rgt. 3) angestellt – 1.10.1718 Kommandeur dieses Regiments – 26.10.1719 das Kommando abgegeben – 1.12.1724 wieder Kommandeur dieses Regiments – 16.7.1724 Oberst – 16.8.1726 Kommandeur des Regiments von Winterfeldt zu Pferde (Kür.-Rgt. 12) – 26.2.1728 Kommandeur des Regiments von Egeln zu Pferde (Kür.-Rgt. Nr. 8 ) – 15.10.1734 Chef des Kürrasierregiments von Egeln – 20.8.1737 Generalmajor mit Patent vom 28.3.1737 – 24.4.1738 erhält „die Permission, zum Besten seiner Kinder sich mit der verwitweten von Bismarck zu verheiraten“ – 18.4.1740 Urlaub nach Aachen zur Wiederherstellung seiner Gesundheit – 1741 im Lager bei Brandenburg unter dem alten Dessauer – 28.8.1741 Urlaub nach Bad Freienwalde zur Wiederherstellung seiner Gesundheit – 1.7.1742 das Regiment an Oberst von Rochow abgegeben – Herr auf Merenthin und Wolgast
General von Waldow war ein sehr befähigter Kavallerieoffizier, der leider unter dauernder Krankheit schwer zu leiden hatte. Schon am 19.2.1739 schreibt Friedrich Wilhelm I. dem Kommandeur des Regiments Jung Waldow (Kür.-Rgt. 8 ) dem Oberst von Kortzfleisch, der später bei Chotusitz die Todeswunde erhielt, daß er „ungern ersehen habe, daß der Generalmajor von Waldow mit einer so gefährlichen Krankheit befallen worden“. Von dieser Krankheit erholte sich der General nur langsam. Am 16.3.1739 schrieb ihm der König: „Ich habe aus Eurem Schreiben vom 4. dieses ersehen, daß Ihr von Eurer schweren Krankheit ziemlich wieder restituiret und nicht mehr das Bette hüthen brauchet. Es ist Mir solches recht sehr lieb und wünsche Euch ein baldiges völliges Retablissement“. Von seiner im Lager bei Brandenburg 1741 erlittenen schweren Erkrankung sollte der General überhaupt nicht mehr genesen. Am 1.7.1742 schrieb ihm der Kg.: „Mein lieber Generalmajor von Waldow! Wegen Eures Regiments anderweitig zu disponieren und selbiges dem Obristen von Rochow zu conferiren habe Eures kräncklichen Zustandes halber nicht länger anstehen können. Wie Ich sonsten aber von Euren vieljährigen treuen und guthen Diensten vollkommen zufrieden, also könnet Ihr versichert seyn, daß Ich auf andere Arth wieder vor Euch sorgen und Euch bey aller Gelegenheit zeigen werde, daß ich beständig bin pp- Neiße 1. July 1742.“ – Am 24.11.1742 verspricht der Kg. dem verdienten General seiner Kinder wegen ein Kanonikat und bittet ihn, Vorschläge dahin zu tun. Gleich darauf – am 19.12.1742 – bewilligt er ihm zur Erziehung seiner drei unmündigen Kinder einen monatlichen Zuschuß von 10 Reichstalern.


Quelle: Priesdorff, Kurt von: Soldatisches Führertum. Hanseatische Verlagsanstalt Hamburg 1937, Nr. 257
Weitere Angaben zur Genealogie finden sich in der Datenbank. Für weitergehenden Hinweise vor allem zur zweiten und dritten Ehefrau bin ich immer dankbar.

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