Der verkaufte Adelstitel

In jeder Familiengeschichte gibt es das eine oder andere Geheimnis. Eines der häufigsten taucht regelmäßig in den Genealogieforen und -mailinglisten auf.

„einer unserer Vorfahren soll adlig gewesen sein, hat seinen Adel aber verkauft oder verspielt“

Gab es das wirklich? Nein! Es gab Fälle von Adelsverlust, so weit so gut. Der Verlust des Adels konnte aber lediglich im Falle von schweren Rechtsverstößen durch das oberste Gericht aberkannt werden. Daneben gab es Adlige, die ihren Adel freiwillig ablegten, dieses musste jedoch vor der zuständigen Behörde (z. B. dem Heroldsamt) erklärt werden.

In einigen Fällen wurde der Adel auch einfach nicht mehr geführt, dies kam vor allem vor, wenn die betreffenden Personen ihren Wohnsitz in der Stadt nahmen und ihren Lebensunterhalt mit bürgerlichen Tätigkeiten verdienten.

Einen Verkauf von Adelstiteln hat es nie gegeben. Das was heute auf den gängigen Internetseiten angeboten wird, sind schon allein deshalb keine Titel, da der Adel in Deutschland 1919 abgeschafft wurde und seitdem die Titel nur noch Namensbestandteil sind. Da nach dem Deutschen Namensrecht Namensänderungen nur unter sehr seltenen Bedingungen geändert werden können, taugen die gekauften Namen im besten Falle als Künstlernamen.

Weitere Informationen zum Adel, zu Titel und zum Adelsverlust gibt es beim

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